Langsam kommt der Herbst - die Tage werden kürzer, Jacken und Stiefel kommen wieder zum Vorschein, die Strandbars werden verlassen und geschlossen... Alles ruft ein etwas nostalgisches Gefühl hervor - nach dem Sommer, nach der strahlenden Sonne, nach einem langen schönen Sonnenuntergang. Es geht auch um die Sehnsucht nach dem warmen Gefühl der Gemütlichkeit, danach, die Abendlichter im Garten einzuschalten, mit einem guten Buch auf der Terrasse zu faulenzen, auf Konzerte zu gehen, zu Hause Musik zu machen oder zu hören.
Und vieles ist wieder möglich. Mit einem QR-Code in der Hand ist fast alles möglich: vorsichtige Pläne schmieden, innerhalb Europas reisen, sich im echten Leben wiederfinden, gemeinsam Musik und Hörerlebnisse genießen.
Im September besuchten wir zum ersten Mal die Messe Audio Video Kino in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Natürlich war die Teilnehmerzahl bescheiden. Die Veranstaltung war gut organisiert, die Musik füllte wieder die Hotelflure - wie haben wir das vermisst!
Eine Woche später freuten wir uns, bei einer weiteren Veranstaltung in Krakau dabei zu sein - einer wunderschönen und kulturbelebten Stadt in Polen. Musik, Kunst und Geschichte an drei schönen Tagen - zuhören und diskutieren, genießen und auftanken.
Ende Oktober, die Veranstaltung Take 5 in Stockholm, Schweden. Ein arbeitsreicher Sonntag liegt vor uns. Ein Treffen mit unseren schwedischen Freunden, nach fast zwei Jahren exklusiver digitaler Präsenz.
Die nächste Premium Audio Show in Veldhoven findet Ende Oktober statt. Hoffentlich wird sie gut besucht sein.
Und so wird langsam mehr und mehr möglich. Ab Anfang November werden wir wieder in den USA und Kanada willkommen sein. Ab Mitte Dezember auch in Australien. Asien wird zweifelsohne im Prozess der Schaffung unserer "neuen Normalität" folgen.
Es ist wirklich aufregend und ach! so vertraut. Im nächsten Monat werde ich hoffentlich eine viel längere Liste von Ereignissen, Hörmomenten und Konzertbesuchen berichten.
In der Zwischenzeit haben wir Antonin Dvoráks 9. Symphonie "Aus der Neuen Welt", die letzte Woche vom fantastischen Concertgebouw-Orchester aufgeführt wurde, von Herzen genossen. Mit offenem Herzen werde ich zugeben, dass ich insgesamt eine erfrischende und erleuchtende Erfahrung gemacht habe.
Wir, die Liebhaber der klassischen Musik, wissen, dass Dvořáks Werk vom Stil und den Techniken früherer klassischer Komponisten wie Beethoven und Schubert beeinflusst wurde. Mit dieser klaren Botschaft "Aus der Neuen Welt" können auch wir uns von der Vergangenheit inspirieren lassen und gleichzeitig eine Brücke zu einer neuen Realität, einer erneuerten Zukunft schlagen. Nach dem Konzert konnte ich nicht anders, als mir selbst zu versprechen, dass ich offen sein werde für alle neuen Möglichkeiten und Herausforderungen, die unsere neue Welt mit sich bringen wird! Wenn überhaupt, bin ich zuversichtlich, dass wir uns alle über diese Zeiten beispielloser Unsicherheit in unserem Leben erheben werden.


